Ankauf und Verkauf von Münzen und Münzsammlungen

Beim Verkauf einer Münzsammlung besteht die Gefahr, die Münzen weit unter Wert zu verkaufen, da die Käufer in der Regel mehr wissen als die Verkäufer. Die Käufer sind in der Regel Händler oder Sammler und wissen Bescheid über das entsprechende Sammelgebiet und seine Besonderheiten. Dieses Informationsgefälle ist der Grund, weshalb Münzen oft unterhalb ihres Markpreises verkauft werden.

Aus Gesprächen mit unseren Kunden wissen wir, daß Sammler Ihren Kindern und Enkeln viel über ihre Münzen und deren Geschichte erzählen. Aber oftmals erwähnen sie nicht, was die Münzen gekostet haben. Das kann aber im Erbfall problematisch werden, denn die meisten Sammler die wir kennen, tuen sich schwer damit, Ihre Münzensammlung oder Ihre Medaillen zu Lebzeiten verkaufen.

Aber wenn es in der Familie Niemanden gibt der die Münzsammlung weiterführt, reift früher oder später der Gedanke, das man mit dem Gegenwert der Sammlung besseres anzustellen wüsste, sprich: die Münzsammlung soll möglichst gut verkauft werden.

Den Münzwert richtig einschätzen

Doch wie verkauft man eine Sammlung am besten? Natürlich kann man das selber machen, allerdings hat dies überwiegend Nachteile:
Der Verkauf an den Erstbesten (besonders schlimm: „Sammlerfreunde“) scheidet aus dem Eingangs geschilderten Grund aus, wenn man nicht genau weiss, was man hat und was es wert ist. Wir stellen immer wieder fest, dass es Laien schwer fällt, den Wert einer Sammlung richtig einzuschätzen. Das trifft um so mehr für Münzen zu, die schwierig zu bestimmen sind wie zB. antike Münzen oder Denare aus dem Mittelalter. Aber auch bei modernen Münzen, die durch die Jahreszahl einfacher im Internet zu finden sind, ist ein Wert für den Ungeübten häufig nicht einfach einzuschätzen. Manchmal sind es nur kleine Unterschiede, die aus einer vermeintlichen wertlosen Münzen ein wertvolles Sammelobjekt macht. Oder den Einfluss der Erhaltung einer Münze auf Ihren Wert abzuschätzen oder wie die sich zum Teil stark unterscheidenden Preise zu werten sind, die man im Internet findet. Schätzt man selber den Wert einer Münze beim Verkauf zu niedrig ein, verkauft man unter Wert. Schätzt man den Wert zu hoch, wird man die Münze trotz langwieriger Verkaufsgespräche nicht verkaufen.

Münzen selber verkaufen

Ein Verkauf über Kleinanzeigen führt zu meist zu Hausbesuchen, denn Sammler oder Händler wollen die Münzen sehen, bevor sie sie kaufen.
Dann trifft hier Sammler auf Erbe, eine Situation in der Einer viel Ahnung hat und der Andere nicht. Das Informationsgefälle geht regelmässig zu Lasten des Verkäufer aus, denn jeder im Internet gefundene Preis wird mit Gegenargumenten bestritten, als Laie kann man hier nicht gut gegenhalten. Der Verkauf einer Sammlung kann sich so über viele Monate hinziehen, birgt Sicherheitsrisiken und wird zu Schluß hin zäh,
wenn die besten Münzen bereits verkauft wurden.

Nachteile von privaten Online-Auktionen

Bleibt noch eine Online-Auktion. Viele Sammler kaufen grundsätzlich keine Münzen in Online-Auktionen, dafür Tummeln sich einfach zu viele schwarze Schafe auf den einschlägigen Marktplätzen, zu oft stellen sich vermeintliche Schnäppchen als Fälschungen heraus oder kommen niemals beim Käufer an. Einige Sammler kaufen nur dann im Internet, wenn sie den Verkäufer als Münzhändler kennen und ihm vertrauen. Andere Käufer wollen verlässliche Zusicherungen hinsichtlich Münztyp, Echtheit, Erhaltung oder Rücknahme angeht und bieten dementsprechend vorsichtig. Viele Verkäufer scheuen verständlicherweise solche Garantien, denn es fehlt an Fachkenntnissen und Fachliteratur. Wenn man aber sein Angebot mit „Ich habe keine Ahnung von Münzen. Privatverkauf, keine Rücknahme!“ beschreibt,
kann sicher sein, Geld zu verschenken.
So kann der Verkauf einer mittleren Münzsammlung zum Full-TimeJob werden, wohlmöglich noch mit juristischen Verwicklungen führen, ohne das nur ansatzweise die Verkaufspreise erreicht werden, wie in einer Münzauktion eines renommierten Münzauktionshauses.
Die Münzauktion des Kölner Münzkabinetts vermeidet die geschilderten Nachteile. Wir übernehmen den kompletten Verkauf Ihrer Münzen, von Bestimmung, Beschreibung und Schätzung bis zum Verkauf und Versand.

Bearbeitung von Einlieferungen von Münzen und Münzsammlungen

Für jede Auktion wird ein aufwändiger Katalog erstellt, dabei werden alle Münzen fachgerecht bestimmt, eingeordnet und beschrieben. Wir beschäftigen studierte eine Numismatikerin, die bei ihrer Arbeit auf unsere umfangreiche Fachbibliothek zugreifen kann.
Alle Münzen werden von unserem Fotografen Stück für Stück abgebildet, wir benutzen kein System! Münzen sind aus Gold, Silber oder Bronze, sie haben unterschiedliche Oberflächen, sind unterschiedlich gross. Hier setzten wir auf Handarbeit und Erfahrung, um jede Münze optimal zu präsentieren, d.h. ein gleich wohl ansprechendes wie ehrliches Bild zu erzielen.

Das Ziel ist die optimale Präsentation Ihrer Münzen

Unsere Katalog schicken wir in einer Auflage von weit über 1000 Exemplaren an Sammler und Händler in aller Welt. Darüberhinaus werden unsere Auktionen auf verschiedenen Plattformen im Internet gelistet, d.h. auch Interessenten ohne Katalog können sich die Münzen anschauen und Gebote abgeben.
Dazu schalten wir auch in einschlägigen Sammlerheften Anzeigen und bewerben unsere Auktionen regelmässig auf international besuchten Fachmessen (Numismata, World-Moneyfair) so dass sich ihre Münzen einer großen Aufmerksamkeit sicher sein können. Für Sie als Einlieferer hat das den Vorteil, dass hier das Interesse vieler Sammler und Händler gebündelt wird. Das zuvor beschriebene Informationsgefälle ist nicht vorhanden, denn und ihre Münzen werden zu einem guten Preis verkauft.

Seit über 50 Jahre erfolgreich im Münzgeschäft

Das Kölner Münzkabinett veranstaltet seit über 50 Jahren Münzauktionen, wir sind die älteste Münzhandlung Kölns.
Einige unserer Kunden waren schon bei der ersten Auktion 1968 mit dabei. In dieser Zeit haben wir uns das Vertrauen unserer Kundschaft erworben und das zahlt sich bei den Auktionen aus. Sammler und Händler wissen, dass sie sich auf unsere Angaben verlassen können, dass Bestimmung und Erhaltung der Münzen sorgfältig vorgenommen wurden. Wir sind Mitglied im Verband der Deutschen Münzenhändler (VdDM) und der International Association of Professional Numismatists (IAPN) und haben uns verpflichtet, nach den Grundsätzen und Richtlinien dieser Verbände zu handeln, d.h. wir garantieren für die Echtheit der verkauften Münzen und nehmen Fälschungen zeitlich unbefristet zurück. Auch dies schafft Vertrauen bei unserer Kundschaft.

Ablauf einer Münzen-Auktion

Etwa einen Monat vor dem Auktionsdatum versenden wir den Katalog an unsere Kunden, wenig später veröffentlichen wir die Auktion auch im Internet. In dem Monat bis zur Auktion gehen schon Gebote, die sog. „Vorgebote“ bei uns ein. Interessierte können den aktuellen Gebotsstand im Internet sehen und selber Gebote abgeben.  Die Bieter werden benachrichtigt, wenn ihre Vorgebote überboten werden und sie können dann ihr Gebot erhöhen. Am Tag der Auktion wird die Münze dann mit dem aktuellen Gebotsstand „ausgerufen“, der Ausruf liegt oftmals dann schon um oder über dem Schätzpreis. Wurde das Los noch garnicht beboten, wird es mit 90% der Schätzung ausgerufen. Während der Auktion werden alle Lose nacheinander aufgerufen und die Bieter im Saal und die Live-Bieter  im Internet haben die Chance noch höhere Gebote abzugeben. Wenn kein Bieter mehr ein höheres Gebot abgegeben möchte, wird das Los dem Höchstbietenden zugeschlagen.

FAQ – Fragen und Antworten zum Thema Münzauktionen

Häufige Fragen und Antworten zu Münzauktionen, Münzen, Medaillen und anderen numismatischen Objekten aller Art.

Wir veranstalten regelmässig 2 Saalauktion im Jahr, eine im Frühling und eine im Herbst.
Für die Auktionen mieten wir einen Saal in einem Hotel an, die letzen Auktion fanden im Pullman Cologne satt.
Daneben veranstalten wir in unregelmässigen Abständen auch reine Internet-Auktion ohne Publikum.
Das genaue Auktionsdatum und -ort finden Sie auf unserer Homepage und in der Fachpresse.

Für Auktionen eignen sich vor allem hochpreisige Sammlermünzen oder Medaillen, die alt, selten oder gut erhalten sind.
Historische Münzen, insbesondere Münzen der Antike, sind besonders interessant für uns.
Nicht geeignet sind meist Euro oder DM-Münzen oder Medaillen aus unedlen Metallen bzw. nach 1950.
Aber auch hier gilt: keine Regel ohne Ausnahme.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Münzen oder Medaillen geeignet sind, sprechen Sie uns einfach an.

Wir sind veröffentlichen unsere Auktionen auf biddr.ch, Sixbid.com, numisbids.com und Auex.de.
Auf diesen Plattformen können Sammler Gebote abgeben, auf Auex.de kann live mitgeboten werden.
Wie hoch sind die Gebühren?

Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem Zuschlag. Der Käufer zahlt ein Aufgeld auf den Zuschlag der sich u.a. nach der Art der Münze oder seinem
Wohnort (EU/Drittland) bemisst. Dem Verkäufer berechnen wir das sogenannte Abgeld. Das Abgeld ist u.a. abhängig von Menge und Art der Münzen oder Medaillen
und in wieweit er uns bei der Bearbeitung des Auktionsgut freie Hand lässt, zB. bei der Zusammenstellung der Lose und den Schätzungen.
Unser Standartabgeld beträgt branchenübliche 20%.

Findet sich kein Käufer für Ihre Münzen und Medaillen, entstehen Ihnen keine Kosten. Wir verlangen keine Losgebühren, Fotokosten etc..

Nach der Auktion beginnt der 6wöchigen Nachverkauf. In dieser Zeit können nicht verkaufte Münzen (sog. „Restanten“) noch erworben werden.
Wie wir danach mit Ihren Restanten verfahren verfahren, bestimmen Sie selbst:
Entweder werden die Münzen (gegebenenfalls mit einer verringerten Schätzung) noch einmal in die nächste Auktion genommen werden
oder wir machen Ihnen ein Ankaufsangebot für die nicht verkauften Stücke. Sie können Ihre Restanten aber auch zurück nehmen, das hängt ganz von Ihnen ab!

Selbstverständlich! Die meisten unserer Einlieferer finden es sogar spannend dabei zu sein, wenn ihre Münzen versteigert werden.
Die Sammler im Saal und im Internet oder am Telefon liefern sich oft harte Bietergefechte, bis die Stücke zum Höchstpreis zuschlagen werden.
Da die Gebotsschritte immer höher werden, je länger der „Kampf“ dauert, kommen gerade bei den letzten Geboten oft recht hohe Zuschläge zustande.
Zwischendurch machen wir eine Mittagspause und kleine Kaffeepausen, damit sich alle von den Strapazen erholen können. Hierzu sind Sie natürlich eingeladen!

Unsere Mitarbeiter würden sagen: So früh wie möglich, denn je mehr Zeit sie zur Bearbeitung Ihrer Sammlung haben um so genauer und stressfreier können sie arbeiten.
Als Faustformel kann man aber sagen, dass umfangreiche Sammlungen mindestens 3 Monate vor der Auktion eingeliefert sein sollten, insbesondere wenn es sich um antike Münzen handelt.
Hochwertige Einzelstücke können auch noch bis 2 Monate vor dem Auktionsdatum eingeliefert werden. Bitte bedenken Sie, dass die Münzen auch noch Fotografiert werden müssen und man
für den Druck und den Versand der Auktionskataloge mindestens weitere 2 Wochen rechnen muss. Und dann sollte man den Sammlern und Händlern auch ein wenig Zeit geben,
damit sie den Katalog in Ruhe studieren können.

Selbstverständlich sind alle eingelieferten Münzen ab dem Zeitpunkt der Einlieferung bei uns versichert. Darüber hinaus haben wir mehrere Geldschränke, die den Namen auch noch verdienen.
Unser Haus ist mit einer Alarmanlage gesichert, darüberhinaus sind im Haus zusätzlich Sicherheitstüren mit entsprechender Widerstandsklasse verbaut. Bei uns wurde noch nie eingebrochen,
es hat auch noch nie jemand den Versuch unternommen. Aus verständlichen Gründen möchten wir hier nicht mehr dazu schreiben, Sie können sich aber gerne im Zuge der Einlieferung über weitere Details erkundigen.

Münzauktionen Glossar

Wollen Sie auch Münzen oder eine eigene Münzsammlung verkaufen oder tiefer in das Thema Münzen und Münzauktionen einsteigen? Lernen Sie hier die wichtigsten Begriffen aus dem Bereich der Numismatik und den Thema Münzverkauf kennen und klicken auf die einzelnen Buchstaben.

Als Abgeld (Auch Disagio oder im englischen „ commission“) wird die Provision bezeichnet, die der Einlieferer dem Auktionshaus für das Versteigern bezahlt.
Bemessungsgrundlage für das Abgeld ist der Zuschlag. Der Einlieferer bekommt nach der Auktion den Zuschlag abzüglich des Abgelds ausgezahlt.

Als Aufgeld (Auch “Agio“ oder im englischen „Buyer’s premium“) wird die Provision bezeichnet, die der Käufer für das Versteigern bezahlt.  
Bemessungsgrundlage für das Aufgeld ist der Zuschlag. Der Käufer zahlt letztendlich den Zuschlag plus Aufgeld und ggf. Versand.

Der Ausruf liegt 10% unter der Schätzung des Auktionators und stellt einen günstigen Preis dar, für dass der Bieter ein Gebot abgeben kann.
Das klingt nicht ganz logisch, denn meist ist die Schätzung schon eher konservativ. Aber zu hohe Preise schrecken die Bieter eher ab.
Nach unserer Erfahrung bleibt es selten beim Ausruf. Ein niedriger Ausruf macht das Auktionsgut attraktiv, die Bieter wissen aus Erfahrung das es meist teuerer wird und stellen sich darauf ein.

Ein Los ist ein Position in einer Auktion, in einer Münzauktion handelt sich meist um Einzelmünzen.
Werden in einem Los mehrere Münzen zusammen gefasst, spricht man von einem „Lot“.

Ein Lot ist ein Konvolut von Münzen. Es handelt sich meist um Münzen mit geringerem Wert, also gewöhnliche Münzen oder Münzen mit geringerer Erhaltung oder Fehlern.

Als der Schätzpreis auch kurz Schätzung ist die Verhandlungsbasis, den der Auktionator für eine Münze oder Medaille festlegt.
Die Schätzung wird eher konservativ, also günstig festgelegt und stellt den unteren Wert dar, den das Auktionsgut nach der Erfahrung des Auktionators bringen wird.

Als Zuschlag wird das letzte, also das tatsächlich zum Zuge gekommene Gebot, bezeichnet.
Der Zuschlag ist die Bemessungsgrundlage für Auf- und Abgeld, also für die Provison die Käufer und Verkäufer dem Auktionshaus für das Veranstalten der Auktion zahlen.

Kontaktaufnahme

Sie haben Fragen zu einer Münzauktion oder einem Verkauf von Münzen? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Sie können uns auch gerne per Email Bilder von Ihren Münzen, Medaillen und anderen numismatischen Objekten senden und unsere unverbindliche Beratung und Einschätzung erhalten.

Telefon: +49 221. 257 42 38
info@koelner-muenzkabinett.de

Kontaktieren Sie uns

Sie haben Interesse oder Fragen zu Münzen, Gemmen oder Antiken Objekten. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf wir helfen Ihnen gerne weiter.

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